Das Sporthaus brennt

Ein Schock ging durch die Reihen der Sportfreunde, als in der Nacht vom 4. auf den 5. Januar 1989 das Sporthaus in Flammen aufging. Die vorhandenen Räumlichkeiten, einschließlich Dachraum, wurden so stark beschädigt, dass ein Abriss nicht verhindert werden konnte.

Da das Sporthaus für den Spielbetrieb und auch als Einnahmequelle für die Sportfreunde zur unverzichtbaren Lebensader geworden war, gab es nur ein Ziel, schnellstmöglich ein neues Vereinsheim zu bauen. Die Bereitschaft der Mitglieder und der Bevölkerung war groß, so dass man zuversichtlich und mit viel Energie die ersten Vorbereitungen in Angriff nahm. Da das neue Sporthaus größer und auch unterkellert werden sollte, wurde Zimmermeister Florian Rombach mit der Planung und Bauleitung beauftragt. Mit großem Elan wurde der Neubau begonnen, der bereits am 30. Juni 1990 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Es entstand ein Bauwerk mit 580 Kubikmeter umbautem Raum, das neben einer zweckmäßig gestalteten Küche, Kiosk, und Theke einen Aufenthaltsraum für 65 Personen bietet. Die volle Unterkellerung bietet neben einem schönen Lagerraum Platz für Toilettenanlagen und einer Dusche. Die Gestaltung und Ausstattung des neuen Vereinsheimes ließen dasselbe zu einem kleinen Schmuckstück im Ortsteil Neukirch werden. Außer der Elektro-, Heizungs- und Wasserinstallation wurde die meiste Arbeit in Eigenleistung ausgeführt. Rund 50 Personen waren in freiwilligem Einsatz tätig und erbrachten über 2.500 Arbeitsstunden. Allen voran ist Karl Löffler zu nennen, der allein über 800 Stunden am Bau tätig war. Auch Max Bärmann muss hier besonders erwähnt werden. Er hat in Vertretung des Ersten Vorsitzenden Lothar Hättich, der zu dieser Zeit seinen Bundeswehrdienst ableistete, die Bauarbeiten überwacht und geleitet. Ein großer Vorteil war, dass die Räumlichkeiten und Maschinen der Zimmerei Rombach mitbenutzt werden konnten. Mit einem Gesamtaufwand von rund 251.000 DM, der durch Eigenmittel, Sachspenden und Eigenleistung, sowie durch das Brandgeld für das alte Sporthaus und einem Zuschuss vom Badischen Sportbund finanziert wurde, konnte das Projekt abgeschlossen werden. Die Eigenleistungen und Sachspenden wurden mit 83.000 DM angesetzt und machten etwa ein Drittel der Bausumme aus.

 

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